EinfachMachen-Portal zur Meldung von Bürokratie-Hindernissen

Die ziemlich ausufernde Bürokratie in Deutschland kann einen schon manchmal zur Verzweiflung bringen.
Der Staat will Bürokratie abbauen – aber wie?

Zuletzt aktualisiert: 15.01.2026
Symbolbild für das EinfachMachen-Portal

Es gibt jetzt z. B. das EinfachMachen-Portal. Das ist ein digitales Angebot des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS).
Ziel des Portals ist die Schaffung einer zentralen Anlaufstelle und die direkte Beteiligung Betroffener am Bürokratierückbauprozess.

Wer kann sich beteiligen?

Kurz gesagt: alle.
Verbände, Unternehmen, Selbstständige, Verwaltung, Bürgerinnen und Bürger können schildern, wo Abläufe unnötig komplex, unverständlich, umständlich oder gar doppelt und dreifach sind.
Hier soll jede und jeder unkompliziert schildern, wo man Abläufe aus Nutzersicht verbessern muss.
Die Einreichung ist über eine Online-Eingabe und ohne Registrierung möglich.

„Wir setzen auf die Beteiligung der Menschen in Deutschland, denn sie wissen am besten, wo das Leben zu kompliziert geworden ist. ... Wir hören mithilfe des Portals noch genauer hin und richten unsere Prioritäten nach den Bedarfen der Bevölkerung. Das ist ein weiterer Beitrag zur Staatsmodernisierung,” so der Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Dr. Karsten Wildberger.

Was kann man melden beim EinfachMachen-Portal?

Es können sämtliche bürokratische Hürden gemeldet werden, das können beispielsweise sein:
- schwer verständliche oder komplexe Formulare,
- lange Bearbeitungszeiten,
- unklare oder widersprüchliche Informationen,
- doppelte Antragsverfahren,
- unzureichende digitale Angebote.

Erwünscht sind auch konkrete Verbesserungsvorschläge für die Probleme.
Jede Eingabe wird aufgenommen, kategorisiert und analysiert. Die Meldungen sollen helfen, durch die Verschlankung von Vorschriften Freiräume für Investitionen, Innovationen und unternehmerische Initiativen zu schaffen. Und natürlich vor allem auch eine konkrete Entlastung für diejenigen bringen, die in ihrem Arbeitsleben täglich mit bürokratischen Forderungen zu kämpfen haben.

Noch läuft das Portal als Beta-Version. Es wird aber schrittweise regelmäßig um neue Inhalte und Services erweitert. So werden die Meldungen zunächst noch halb-automatisch ausgewertet. Das wird aber – unter Einsatz von KI – zunehmend automatisiert. Für das Jahr 2026 ist u. a. eine KI-gestützte Klassifikation nach Themen, Dringlichkeit und Relevanzkonkret geplant.

Bringt das EinfachMachen-Portal etwas?

Zunächst einmal:
Die Einrichtung eines Portals, auf dem jede und jeder Interessierte bürokratische Hemmnisse benennen kann, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Entscheidend wird aber natürlich sein, wie ernsthaft sich die zuständigen Behörden mit den Vorschlägen zum Bürokratieabbau auseinandersetzen. Und diese dann auch praxis- und zeitnah umsetzen.

EinfachMachen-Portal - BMDS