MV startet Mentoring für Frauen in Führungspositionen

Mentoring für Frauen in Führungspositionen startet in MV in die 12. Runde und setzt ein starkes Zeichen für Gleichstellung, Karriereförderung und bessere Aufstiegschancen.

Zuletzt aktualisiert: 29.01.2026
Frauen im Austausch bei einem Mentoring-Programm für Frauen in Führungspositionen in Mecklenburg-Vorpommern

Mentoring für Frauen in Führungspositionen steht in Mecklenburg-Vorpommern erneut im Fokus. Mit dem Start der zwölften Runde der Fortbildungsreihe für Frauen in Führungspositionen der Landesverwaltung setzt das Land ein deutliches Zeichen für Gleichstellung und nachhaltige Karriereförderung. Gleichzeitig endet der elfte Durchgang mit der feierlichen Übergabe der Zertifikate an zwölf Absolventinnen.

Auch wenn sich das Programm an Mitarbeiterinnen der Landesverwaltung richtet, ist der Anlass weit mehr als eine interne Nachricht. Die Initiative zeigt, wie ernst MV das Thema Frauenförderung nimmt – und warum das auch für Gründerinnen, Start-ups und junge Unternehmen im Land relevant bleibt.

Warum das Programm ein wichtiges Signal für die gesamte Gründungslandschaft ist

Die Landesregierung macht mit dem Programm deutlich, dass Frauen in Führungsrollen weiterhin nicht selbstverständlich sind. Das gilt nicht nur für Behörden, sondern ebenso für die Wirtschaft und die Start-up-Szene.

Die politische Botschaft ist klar: Frauen sollen in MV bessere Aufstiegschancen bekommen – unabhängig vom Sektor. Das stärkt auch die Rahmenbedingungen für Gründerinnen, die oft vor denselben Herausforderungen stehen wie Frauen in klassischen Organisationen: fehlende Netzwerke, mangelnde Sichtbarkeit und strukturelle Hürden.

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt betonte bei der Auftaktveranstaltung in Güstrow:

„Wir starten den zwölften Durchgang der Fortbildungsreihe. Wieder sind es zwölf Teilnehmerinnen. Sie werden in den nächsten Monaten ein Netzwerk aufbauen können und von ihren Mentorinnen und Mentoren fit für die Führungsverantwortung gemacht. Unser Ziel ist es, dass Chefinnen nicht die Ausnahme, sondern Normalität sind.“

Mentoring für Frauen in Führungspositionen: Die Sicht der Ministerin

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt machte deutlich, dass Mentoring allein nicht ausreicht. Entscheidend sei ein Umfeld, das Frauen aktiv unterstützt – ein Punkt, der auch in der Gründerszene immer wieder diskutiert wird.

„Wenn Frauen in Führungspositionen aufsteigen sollen, brauchen sie dafür ein für sie förderliches Umfeld“, so Bernhardt. Führung bedeute immer auch Selbstreflexion – ein Prozess, der allen Mitarbeitenden zugutekommt.

Damit spricht sie ein Thema an, das weit über die Landesverwaltung hinausreicht: Strukturen müssen sich ändern, damit Frauen ihre Potenziale entfalten können.

Warum das für Gründerinnen und Start-ups relevant bleibt

Auch wenn das Programm nicht direkt für die Wirtschaft gedacht ist, lassen sich zentrale Erkenntnisse übertragen:

1. Mentoring ist ein übergreifendes Zukunftsthema
Frauen in Start-ups profitieren genauso von Mentoring wie Frauen in Behörden. Netzwerke und Sparringspartner sind entscheidend für Wachstum, Sichtbarkeit und unternehmerischen Erfolg.

2. Die Landesregierung setzt ein politisches Signal
Wenn Gleichstellung zur Priorität erklärt wird, stärkt das auch die Rahmenbedingungen für Gründerinnen – etwa durch neue Förderprogramme, Beratungsangebote oder eine stärkere öffentliche Wahrnehmung.

3. Die Mechanismen sind identisch
Ob Verwaltung oder Start-up: Frauen brauchen Zugang zu Netzwerken, Vorbildern und struktureller Unterstützung, um Führungsverantwortung zu übernehmen und ihre Potenziale voll auszuschöpfen.

4. Mentoring rückt stärker in den öffentlichen Fokus
Die Sichtbarkeit solcher Programme zeigt, dass Frauenförderung in Mecklenburg‑Vorpommern ernst genommen wird. Mentoring etabliert sich dabei zunehmend als zentraler Baustein für erfolgreiche Führung – über alle Branchen hinweg.

Hintergrund: Zehn Jahre Gleichstellungsgesetz

Der Start der zwölften Runde fällt in ein Jubiläumsjahr: Das Gleichstellungsgesetz MV besteht seit zehn Jahren. Es verpflichtet die Landesregierung, bei der Besetzung von Führungspositionen mit gutem Beispiel voranzugehen.

Im Koalitionsvertrag ist festgeschrieben, den Anteil von Frauen in Führungspositionen weiter zu erhöhen – ein Ziel, das auch positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes hat.

Mehr zu Frauenförderung, Führung und Gründung in MV findest du auf GründerMV