
Die Anforderungen an Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz nehmen spürbar zu.
Vor allem die aktuellen Anforderungen des European Green Deal mit neuen gesetzlichen Vorgaben, steigenden Energie- und CO₂-Kosten sowie veränderte Erwartungen von Kunden, Investoren und Geschäftspartnern stellen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor neue Herausforderungen.
Welche Veränderungen kommen auf Unternehmen zu?
Zu den wichtigsten aktuellen Entwicklungen zählen:
- die verschärften Klimaziele der EU („Fit for 55“) mit einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mindestens 55 % bis 2030
- die Ausweitung der CO₂-Bepreisung und des Emissionshandels
- neue Regelungen zum CO₂-Grenzausgleich bei Importen (CBAM)
- die stärkere Berücksichtigung von ESG-Kriterien bei Finanzierungen und Investitionsentscheidungen
- zusätzliche Anforderungen entlang der Lieferketten
- sowie neue Vorgaben zu Kreislaufwirtschaft, Produktanforderungen und Nachhaltigkeitsberichterstattung
Diese Entwicklungen erhöhen natürlich den Anpassungsdruck, bieten Unternehmen gleichzeitig aber auch Chancen – beispielsweise durch Förderprogramme, Energieeinsparungen und den Einsatz innovativer, klimafreundlicher Technologien.
Zwar entstehen für die meisten Kleinst- und Kleinunternehmen derzeit weniger direkte gesetzliche Pflichten als für große Unternehmen. Die Auswirkungen des European Green Deal werden jedoch zunehmend über Lieferketten, Finanzierungen, Energiekosten und Marktanforderungen auch für sie spürbar.
Was solltest du als Gründer:in oder junges Unternehmen jetzt tun?
Wenn du dich frühzeitig mit Energieeffizienz, CO₂-Management und Nachhaltigkeit beschäftigst, kannst du nicht nur Risiken reduzieren, sondern auch Fördermittel nutzen und deine Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Und auch wenn viele Regelungen noch nicht unmittelbar gelten, empfiehlt es sich:
- den eigenen Energie- und Ressourcenverbrauch zu erfassen.
- eine einfache CO₂-Bilanz aufzubauen.
- Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu dokumentieren.
- Fördermöglichkeiten frühzeitig zu prüfen.
- Nachhaltigkeitsanforderungen wichtiger Kunden im Blick zu behalten.
Wo findest du dabei Unterstützung?
Die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern unterstützt z. B. im Rahmen des Interreg IVa-Projekts Unternehmen aller Branchen in den Regionen Ostmecklenburg-Vorpommern und Ostbrandenburg dabei, die Anforderungen des European Green Deal erfolgreich zu bewältigen.
Das POLSMA-Projekt bietet praxisnahe Informationen, individuelle Beratungsangebote sowie Fachveranstaltungen zu aktuellen Nachhaltigkeitsthemen.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem:
- CO₂-Bilanzierung als Grundlage für mehr Energieeffizienz,
- Einsatz erneuerbarer Energien,
- Kreislaufwirtschaft und Ressourcenmanagement,
- nachhaltige Energieversorgung von Gebäuden (Strom, Wärme und Kälte),
- Förderprogramme und Finanzierungsmöglichkeiten.
Gemeinsam mit den Unternehmen werden konkrete Herausforderungen analysiert und passende Lösungsansätze sowie Unterstützungsangebote entwickelt.
Weitere Informationen
Ansprechpartnerin bei der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern zum Thema ist Dieta Bladt.
Kontaktdaten:
Telefon: +49 395 5597-317
Mail: dieta.bladt@neubrandenburg.ihk.de

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