NØRD 2026: Zwei Tage voller Impulse

Die NØRD 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie dynamisch sich Mecklenburg-Vorpommern als Standort für digitale Innovation, technologische Entwicklung und gesellschaftlichen Wandel positioniert.

Zuletzt aktualisiert: 29.05.2026
Blick in den MAIN Stage auf der Noerd

Zwei Tage lang wurde die HanseMesse Rostock zum zentralen Treffpunkt für Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Start-ups und Zivilgesellschaft. Mit einem breit gefächerten Programm, hochkarätigen Speakerinnen und Speakern sowie zahlreichen Panels, Workshops und Praxisformaten setzte die Veranstaltung wichtige Impulse für die digitale Zukunft des Landes und darüber hinaus.
Im Mittelpunkt der NØRD 2026 stand die Frage, wie Digitalisierung und vor allem Künstliche Intelligenz konkret gestaltet und genutzt werden kann – praxisnah, verantwortungsvoll und mit einem klaren Fokus auf gesellschaftlichen Mehrwert.
Dabei wurde deutlich, dass digitale Transformation und der Einsatz von KI längst kein abstraktes Zukunftsthema mehr ist, sondern bereits heute zentrale Bereiche von Wirtschaft, Bildung, Verwaltung und Alltag verändert.

Thematische Vielfalt auf der NØRD 2026

Besonders prägend war die starke thematische Vielfalt der Veranstaltung. Auf mehreren Bühnen diskutierten Expertinnen und Experten über Künstliche Intelligenz, digitale Verwaltung, Cybersicherheit, Robotik, Open Source, Smart Cities, digitale Bildung und nachhaltige Innovationsstrategien.
Gleichzeitig bot die NØRD 2026 Raum für konkrete Anwendungsbeispiele und regionale Erfolgsgeschichten, die zeigten, wie digitale Lösungen bereits heute in Mecklenburg-Vorpommern entstehen und wirken.
Ein zentrales Thema war auch die digitale Souveränität Europas und Deutschlands. In mehreren Panels wurde diskutiert, wie technologische Unabhängigkeit, sichere Infrastrukturen und resiliente digitale Systeme aufgebaut werden können. Gerade angesichts wachsender Cyberbedrohungen und globaler Abhängigkeiten wurde deutlich, dass digitale Resilienz zu einer Schlüsselaufgabe für Politik, Wirtschaft und Verwaltung geworden ist. Digitale Sicherheit ist nicht nur eine technische, sondern auch eine gesellschaftliche Herausforderung ist.

Zahlreiche Vorträge zeigten, wie KI bereits heute Prozesse optimiert, Arbeitsabläufe unterstützt und neue Geschäftsmodelle ermöglicht. Gleichzeitig wurde immer wieder betont, dass der verantwortungsvolle Umgang mit KI entscheidend sein wird. Es ging nicht nur um technische Möglichkeiten, sondern auch um Governance, Transparenz und Vertrauen.


Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Wandel der Arbeitswelt. Viele Beiträge beschäftigten sich mit der Frage, wie Unternehmen und Organisationen ihre Mitarbeitenden erfolgreich in digitale Transformationsprozesse einbinden können. Dabei wurde deutlich, dass Digitalisierung vor allem dann erfolgreich ist, wenn Menschen aktiv beteiligt werden. Workshops und Vorträge thematisierten deshalb neue Lernformate, digitale Weiterbildung, immersive Trainingsmethoden sowie den Umgang mit Veränderungsprozessen in Unternehmen und Institutionen.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt auch die Verbindung von Digitalisierung und ländlichem Raum. Mehrere Sessions zeigten, wie digitale Technologien dazu beitragen können, Regionen außerhalb der großen Metropolen zu stärken. Beispiele aus Mecklenburg-Vorpommern machten deutlich, dass innovative Lösungen gerade im ländlichen Raum enormes Potenzial entfalten können – etwa durch Open-Data-Plattformen, digitale Bürgerdienste oder smarte Infrastrukturprojekte. Die Veranstaltung vermittelte damit ein klares Signal: Digitalisierung ist nicht nur ein Thema urbaner Zentren, sondern ein entscheidender Faktor für gleichwertige Lebensverhältnisse und regionale Entwicklung.

Interessante Themen für Gründerinnen und Gründer und Junge Unternehmen

Besonders für Gründer:innen und junge Unternehmen bot die NØRD einen echten Mehrwert:
Die Messe zeigte eindrucksvoll, wie Innovation, Digitalisierung und unternehmerischer Mut in Mecklenburg-Vorpommern zusammenkommen.
Neben spannenden Einblicken in aktuelle Technologien und Trends standen vor allem der direkte Austausch mit etablierten Unternehmen, Investor:innen und anderen Start-ups im Mittelpunkt. Gerade diese offenen Gespräche, neuen Kontakte und praxisnahen Impulse machten die Veranstaltung zu einer inspirierenden Plattform für alle, die eigene Ideen weiterentwickeln, Kooperationen aufbauen oder neue Perspektiven für ihr Business entdecken wollten.

Highlight für die Gründungsszene: Himmel der Möwen

Der Himmel der Möwen - als Pitchwettbewerb der Gründungswerft e. V. mittlerweile wohl in der gesamten Gründungsszene in MV bekannt - war auch Teil der NØRD 2026.

Auf der Pitch-Stage hatten Gründer:innen, Unternehmer:innen und Selbständige während der beiden Tage die Möglichkeit, sich und ihre Projekte mit Präsentationsfolien einem größeren Publikum vorzustellen.
Das Ganze war in Form eines Wettbewerbs organisiert - das Publikum hatte per Abstimmungstool die Möglichkeit, eine Empfehlung für das Finale am 28. Mai auf der Main-Stage auszusprechen und konnte auch beim Finale direkt den Sieger bzw. die Siegerin auswählen.

Im Finale traten dann auf der Hauptbühne mit folienlosen, 90-sekündigen Pitches gegeneinander an:

Und auch wenn die Entscheidung bei den vier tollen Pitches schwerfiel: Es konnte nur eine Siegerin oder einen Sieger geben.
Am Ende setzte sich dann Jolissa Rusin mit ihrem Bildungszentrum Fin & Feel durch.
Herzlichen Glückwunsch!

Female Stage

Darüber hinaus setzte die NØRD 2026 wichtige Akzente im Bereich Diversität und Sichtbarkeit von Frauen in der Digitalwirtschaft. Die Female Stage bot Raum für Austausch, Vernetzung und Diskussionen über Führung, Sichtbarkeit und Chancengleichheit. Dabei wurde deutlich, wie wichtig vielfältige Perspektiven für Innovation und digitale Entwicklung sind. Formate wie die „Female Hour“ oder Panels zu Frauen als Treiberinnen der digitalen Zukunft stärkten gezielt den Austausch und machten erfolgreiche weibliche Vorbilder sichtbar.

Verleihung des NØRD Awards

Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die erstmalige Verleihung des NØRD Awards. Mit dem Preis werden digitale Projekte, innovative Geschäftsmodelle und zukunftsweisende Ideen aus dem Ostseeraum ausgezeichnet. Die Präsentationen der nominierten Initiativen machten eindrucksvoll sichtbar, wie vielfältig die digitale Innovationslandschaft inzwischen geworden ist. Von GovTech-Lösungen über Gesundheitsanwendungen bis hin zu KI-gestützten Plattformen reichte die Bandbreite der vorgestellten Projekte.

Den NØRD Award gibt es in den Kategorien:

  • Female Pioneers
  • Smart Community
  • Team Spirit
  • Digitale Innovationen
  • Digital Sovereignty & Resilience
  • Green Innovation
  • Digital Living, Working & Care Spaces
  • Digital Experience

Fazit

Abschließend lässt sich festhalten, dass die NØRD 2026 weit mehr war als eine klassische Digitalmesse. Sie war ein sichtbares Zeichen dafür, dass digitale Transformation in Mecklenburg-Vorpommern angekommen ist und zunehmend mit konkreten Projekten, mutigen Ideen und regionaler Zusammenarbeit gestaltet wird.
Die Veranstaltung schuf einen Raum, in dem Zukunft nicht nur diskutiert, sondern aktiv entwickelt wurde.

Mit ihren zahlreichen Impulsen, Diskussionen und Praxisbeispielen hat die NØRD 2026 wichtige Orientierung gegeben und gezeigt, welches Potenzial in der digitalen Entwicklung des Landes steckt.
Und die eine oder andere gute Chance oder neue Idee hat sich dabei sicher auch für (potenzielle) Gründerinnen und Gründer oder auch Junge Unternehmen ergeben.

Man konnte sich austauschen, vernetzen, auf den neuesten Stand bringen und so manch offene Frage gemeinsam klären.

Die Veranstaltung hat vor allem deutlich gemacht, dass Digitalisierung und der Einsatz von KI nur dann erfolgreich sein kann, wenn die Menschen eingebunden werden, Kooperationen auf- und ausbaut und konkrete und praxisnahe Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen schafft.