Mindestausbildungsvergütung für Azubis

Diese Mindestausbildungsvergütung wurde in Deutschland erstmals im Jahr 2020 eingeführt und ist im Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt. Sie soll dazu beitragen, die Attraktivität der dualen Berufsausbildung in Deutschland zu erhöhen und die Chancengleichheit für Auszubildende fördern.

Höhe der Mindestausbildungsvergütung

Willst du also Azubis ausbilden, musst du deinen Auszubildenden eine angemessene Vergütung zahlen. Für Lehrverträge, die im Zeitraum vom 1. Januar 2026 bis 31.12.2026 beginnen, gilt für das jeweilige Ausbildungsjahr laut § 17 Berufsbildungsgesetz (BBiG) folgende gesetzliche Mindestausbildungsvergütung (Höhe neu geregelt mit Bundesgesetzblatt Nr. 235/2025):

  • 724 Euro im ersten Ausbildungsjahr
  • 854 Euro im zweiten Ausbildungsjahr
  • 977 Euro im dritten Ausbildungsjahr
  • 1.014 Euro im vierten Ausbildungsjahr

Tarifverträge für Angemessenheit der Vergütung maßgeblich

Die Beträge dürfen grundsätzlich nicht unterschritten werden. Tarifverträge haben jedoch Vorrang vor der gesetzlichen Mindestvergütung. So können die Tarifpartner zum Beispiel bei Wirtschaftskrisen niedrigere Vergütungen aushandeln.

Nicht nur die Mindesthöhe der Vergütung ist gesetzlich vorgeschrieben, auch die Angemessenheit der Vergütung in jeweiligen Branchen ist entscheidend. Für die Klärung der Frage, ob und inwieweit die Ausbildungsvergütung die Mindestvergütung übersteigen muss, um angemessen zu sein, musst du dich an den einschlägigen tariflichen Vergütungsregelungen orientieren.
Das BBiG enthält dazu die folgende Festlegung: Besteht keine beiderseitige Tarifbindung, ist die Ausbildungsvergütung nicht mehr angemessen, wenn sie zwar über der gesetzlichen Mindestvergütung liegt, aber um mehr als 20 Prozent niedriger ist als die in einem einschlägigen Tarifvertrag festgelegte Vergütung (§ 17 BBiG).

Bei Nichteinhaltung der Mindestausbildungsvergütung drohen Strafen

Betriebe, die die jeweilige Mindestausbildungsvergütung nicht oder nicht rechtzeitig zahlen, sind nicht nur Nachzahlungsforderungen ihrer Azubis ausgesetzt (die durchaus auch gerichtlich eingeklagt werden können), sondern begehen auch Ordnungswidrigkeiten, die mit bis zu 5.000 Euro geahndet werden können.

Tipp

Mehr Informationen zum Thema Ausbildung von Lehrlingen findest Du in unserem Beitrag „Wenn das neue Ausbildungsjahr beginnt“.

Weitere Artikel

drei Personen an einem Tische, auf dem Laptops zu sehen sind, klatschen sich ab bzw. reißen jubelnd die Arme in die Höhe

Report „Next Generation – Startup-Neugründungen in Deutschland“

Weiterlesen

Die Startup- und Scaleup-Strategie der Bundesregierung

Weiterlesen
Menschen auf einem Getreidefeld in Mecklenburg-Vorpommern als Symbol für Gründen auf dem Land und innovative Start-ups im ländlichen Raum.

Gründen auf dem Land: Der perfekte Ort für dein Start-up

Weiterlesen

Kammerzugehörigkeit: HWK, IHK oder beides?

Weiterlesen

Inspired – Der Ideenwettbewerb. In MV. 2026

Weiterlesen

Azubis: Wenn das neue Ausbildungsjahr beginnt

Weiterlesen
Seite 1 von 112

Noch nicht ganz auf Kurs oder fehlt der passende Ankerpunkt?

Dann einfach Kontakt aufnehmen. Wir unterstützen dabei, den richtigen Weg durch die Gründungslandschaft in Mecklenburg-Vorpommern zu finden.

Kontakt aufnehmen
Nach oben scrollen